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Sternchen: Ein kurzes Leuchten, das ewig bleibt

Es gibt Momente im Tierschutz, die das Herz brechen. Momente, in denen andere wegschauen und es an uns liegt, hinzusehen.

Über die Regenbogenbrücke · 5. April 2026

Sternchen Unfallkatze Nicht vergessen

Sternchen: Ein kurzes Leuchten, das ewig bleibt

Es gibt Momente im Tierschutz, die das Herz brechen. Momente, in denen andere wegschauen und es an uns liegt, hinzusehen.

Ende Juni wurde eine kleine schwarz-weiße Katze angefahren. Die Finder riefen zwar unsere befreundete Tierschützerin Rukiye an, wollten selbst jedoch keinerlei Verantwortung übernehmen.

Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit

Als Rukiye eintraf, fand sie das Kätzchen apathisch und bewegungsunfähig vor. Ihr Zustand war ernst und jede Minute zählte.

Während wir sofort zusagten, die anfallenden Tierarztkosten zu übernehmen, begann für Rukiye ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit.

Da kein Auto oder anderes Transportmittel zur Verfügung stand, flehte sie einen Busfahrer an, das schwer verletzte Tier mitzunehmen. Der Fahrer zeigte Mitgefühl und erklärte sich bereit, die kleine Katze in die rund eineinhalb Stunden entfernte Stadt Konya zu bringen.

Dort wartete bereits Rukiyes Tochter am Busbahnhof. Sie nahm das Kätzchen entgegen und brachte es auf direktem Weg in die Tierklinik.

Der Kampf um ihr Leben

In der Klinik folgte die erschütternde Diagnose:

  1. Zwei gebrochene Beine: Beide Hinterbeine waren schwer verletzt.
  2. Ein offener Bruch: Eine der Verletzungen war besonders schwerwiegend und hätte dringend operiert werden müssen.
  3. Kritische Blutwerte: Die Blutwerte waren so schlecht, dass eine lebensrettende Operation zunächst nicht möglich war.

Vom 23. bis zum 29. Juni gaben die Tierärztinnen und Tierärzte alles, um den kleinen Körper zu stabilisieren. Sie wurde medizinisch versorgt, aufmerksam beobachtet und liebevoll begleitet.

Wir hofften, bangten und beteten darum, dass sie genügend Kraft für die dringend notwendige Operation sammeln würde.

 

Ein kleines Herz, das nicht mehr konnte

Doch am 29. Juni verließen Sternchen die Kräfte. Ihr kleiner Körper war zu schwach und sie schloss für immer ihre Augen, noch bevor die Operation durchgeführt werden konnte.

Wir gaben ihr den Namen Sternchen.

Ein Name für ein kleines Wesen, das nur für kurze Zeit Teil unseres Lebens war und dennoch eine tiefe Spur hinterlassen hat.

Sternchen bei ihrer Ankunft in der Tierklinik
Sternchen bei ihrer Ankunft in der Tierklinik
Sternchen während ihrer Behandlung in der Tierklinik in Konya
Sternchen während ihrer Behandlung in Konya
 

Nicht vergeblich gekämpft

Manchmal reicht unsere Hilfe nicht aus, um ein Leben zu retten. Aber sie kann ausreichen, um einer Seele zu zeigen, dass sie zählt.

In ihren letzten Tagen musste Sternchen nicht mehr allein sein. Sie erfuhr Fürsorge, Mitgefühl und Achtung. Menschen haben um sie gekämpft, sie versorgt und sie begleitet.

Auch wenn wir sie nicht retten konnten, war dieser Einsatz nicht vergeblich.

 

Unser Dank gilt allen, die hingesehen haben

  • Unser besonderer Dank gilt Rukiye.

    Sie hat nicht gezögert, Verantwortung übernommen und alles getan, um Sternchen rechtzeitig in medizinische Behandlung zu bringen.

  • Wir danken Rukiyes Tochter.

    Sie wartete am Busbahnhof in Konya und brachte Sternchen ohne Umwege in die Tierklinik.

  • Wir danken dem Busfahrer.

    Durch sein Mitgefühl und seine Hilfsbereitschaft wurde der Transport nach Konya überhaupt erst möglich.

  • Wir danken dem gesamten Klinikteam.

    Die Tierärztinnen und Tierärzte haben mehrere Tage lang um Sternchens Leben gekämpft und sie bis zuletzt medizinisch begleitet.

  • Wir als JaZZ Tierfreu(n)de e.V. haben die Kosten der tierärztlichen Versorgung übernommen. Denn auch dann, wenn eine Rettung nicht gelingt, verdient jedes Tier die bestmögliche medizinische Hilfe und einen würdevollen Umgang.
 

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Sternchens Leben war kurz. Doch in ihren letzten Tagen war sie nicht unsichtbar, nicht vergessen und nicht allein. Ihr kleines Licht ist erloschen, aber die Erinnerung an sie bleibt.